Coverbild des Insights-Artikels über das Optimieren der Core Web Vitals für B2B-Websites
Ein Foto von Constantin Behne, Gründe von CB Solutions und Autor des Artikels
Constantin Behne
Veröffentlicht am 19.10.2026
4 Minuten Lesezeit
Noch vor zwei Jahren war eine Google-Suche der naheliegende erste Schritt, um einen Dienstleister zu finden. Heute recherchiert ein wachsender Teil deiner potenziellen Kunden zuerst bei ChatGPT oder Perplexity, bevor überhaupt eine klassische Suchmaschine geöffnet wird. Und was dabei zählt, hängt eng mit dem zusammen, was ich im Artikel zu Google E-E-A-T beschrieben habe: digitale Autorität entscheidet, wen eine KI überhaupt kennt.
Eine Befragung unter 1.076 B2B-Softwarekäufern zeigt, wie weit das bereits fortgeschritten ist: 51 Prozent starten ihre Recherche inzwischen öfter mit einem KI-Chatbot als mit Google, 71 Prozent nutzen einen Chatbot irgendwo im Kaufprozess. Google verschwindet dadurch nicht, aber die Reihenfolge verändert sich grundlegend.
Für dich als B2B-Dienstleister heißt das konkret: Niemand tippt mehr nur „Webflow Agentur Berlin" in Google. Immer häufiger wird eine KI direkt gefragt, wer eine hochwertige Website für ein bestimmtes Geschäftsmodell bauen kann, und wenn du in dieser einen Antwort nicht vorkommst, bist du für diesen Kunden in genau diesem Moment nicht existent.

Diese Verschiebung betrifft nicht nur Tech-Konzerne oder E-Commerce-Marken. Gerade im B2B-Bereich, wo Entscheidungen oft Monate dauern und mehrere Personen involviert sind, ist genau diese erste Recherchephase besonders wichtig. Wer hier schon aus dem Rennen ist, bekommt später im persönlichen Gespräch oft gar keine Chance mehr, sich zu beweisen.

Der Effekt verstärkt sich zusätzlich, weil eine KI-Antwort anders funktioniert als eine klassische Google-Ergebnisliste. Du siehst dort keine zehn Wettbewerber nebeneinander, sondern meist nur einen oder zwei konkrete Vorschläge direkt in der Antwort. Es gibt kaum Platz für ein knappes Zweitplatzierten-Comeback über ein gutes Snippet, die Auswahl ist fast binär: genannt oder schlicht nicht existent.

Das klingt zunächst bedrohlich, ist aber vor allem eine Chance für kleinere, spezialisierte Anbieter. Große, generische Agenturen haben selten die klar strukturierten, themenspezifischen Inhalte, die eine KI für eine präzise Empfehlung braucht. Genau hier kannst du als fokussierter B2B-Dienstleister mit klarer Positionierung schneller sichtbar werden als ein deutlich größerer Wettbewerber.

Dieses Muster wiederholt sich in nahezu jeder B2B-Nische, von der Steuerberatung bis zur Unternehmensberatung. Sobald eine KI zur ersten Anlaufstelle für die Vorauswahl wird, verschiebt sich der eigentliche Wettbewerb von der klassischen Sichtbarkeit in Suchmaschinen auf die Frage, wer in den Antworten der KI selbst vorkommt.

Um zu verstehen, wie du in diese Antworten hineinkommst, musst du wissen, woher eine KI ihre Informationen nimmt. Es gibt zwei Quellen: die Trainingsdaten, mit denen das Modell gebaut wurde, und die Echtzeitsuche, mit der aktuelle Systeme wie ChatGPT Search live im Netz nachschauen. Für beide gilt derselbe Grundsatz: Je klarer und maschinenlesbarer deine Informationen vorliegen, desto eher werden sie zitiert.
Firmen-Verzeichnisse (48 %): Strukturierte, einheitlich formatierte Unternehmensdaten, die KI-Systeme besonders leicht einordnen können.
Website & technisches SEO (40 %): Klare Überschriftenstruktur, schnelle Ladezeiten und strukturierte Daten direkt auf deiner eigenen Seite.
Bewertungen (12 %): Ein Vertrauenssignal, das KI-Systeme erkennbar in ihre Antwort einfließen lassen.
Grundlage dieser Zahlen ist eine Yext-Studie, die 6,8 Millionen KI-Quellen aus ChatGPT, Gemini und Perplexity analysiert hat: 86 Prozent der Inhalte, die KI-Systeme vorschlagen, stammen aus Quellen, die ein Unternehmen aktiv selbst beeinflussen kann. Deine Website allein reicht also nicht aus, aber ohne eine technisch saubere, strukturierte Website hast du bei 40 Prozent dieses Hebels von Anfang an keine Chance mitzuspielen.

Für dich als Webflow-Dienstleister heißt das konkret: Die technische Qualität deiner eigenen Website ist nicht nur ein Rankingfaktor bei Google, sie ist einer von drei Haupthebeln dafur, ob eine KI dich überhaupt als vertrauenswürdige Quelle erkennt. Genau das ist der Bereich, in dem du als Auftraggeber am direktesten Einfluss hast, verglichen mit Verzeichnissen oder Bewertungsplattformen, die oft teilweise außerhalb deiner Kontrolle liegen.

Dabei spielt auch die Reihenfolge eine Rolle. Ein KI-System, das in Echtzeit sucht, bevorzugt Seiten, die schnell laden und eine klare HTML-Struktur haben, weil es den Inhalt innerhalb von Sekunden erfassen muss. Ein Modell, das dagegen nur aus Trainingsdaten schöpft, hat deine Seite überhaupt nur dann gesehen, wenn sie zum Zeitpunkt des Trainings bereits online, frei zugänglich und inhaltlich eindeutig formuliert war.

Das erklärt auch, warum ältere, etablierte Inhalte aktuell oft im Vorteil sind. Eine Seite, die schon seit zwei Jahren online ist und in mehreren Trainingsdurchläufen erfasst wurde, hat tendenziell mehr Gewicht als eine, die erst letzte Woche veröffentlicht wurde. Das ist ein zusätzlicher Grund, mit dem Aufbau struktureller Sichtbarkeit nicht länger zu warten.

Ein weiterer Punkt wird oft übersehen: KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die eine klare Haltung einnehmen, statt jede Seite der Medaille gleich stark zu gewichten. Ein Artikel, der sich klar positioniert und konkrete Empfehlungen ausspricht, wird leichter zitiert als ein neutraler Überblick, der keine eigene Position bezieht. Genau deshalb lohnt es sich, auch in deinen eigenen Inhalten klar Stellung zu beziehen, statt jede Option gleich ausführlich zu besprechen.

Diese Verschiebung bedeutet nicht, dass klassisches SEO wertlos wird. Viele der Signale, die eine KI heranzieht, sind dieselben, die auch Google seit Jahren fordert: saubere Struktur, eindeutige Inhalte, echte Fachlichkeit. Der Unterschied liegt vor allem in der Konsequenz, mit der du diese Signale jetzt umsetzt, nicht in einer völlig neuen Disziplin.

Klassisches SEO optimiert darauf, in einer Liste von zehn blauen Links möglichst weit oben zu stehen. Generative Engine Optimization, kurz GEO, optimiert darauf, dass die KI deinen Inhalt direkt in ihrer einen, einzigen Antwort zitiert. Der Unterschied ist größer, als er zunächst klingt.

Ziel

Wichtigster Hebel

Messbarkeit

Klassisches SEO 🚩

Oben in den Google-Suchergebnissen stehen.
Backlinks und Keyword-Dichte.
Rankings und Klicks direkt in der Google Search Console.

KI-sichtbare Website (GEO/AEO) 🏆

Direkt in der KI-Antwort zitiert werden.
Strukturierte Daten (Schema.org), FAQ-Content und konsistente Fakten.
Noch kaum etablierte Tools, erste spezialisierte Anbieter wie Peec.ai entstehen gerade.

Die gute Nachricht dabei: Die meisten Maßnahmen, die für GEO zählen, überschneiden sich stark mit solidem technischem SEO. Du baust also kein komplett zweites System auf, du machst dein bestehendes nur konsequenter.

Ein konkretes Beispiel macht den Unterschied greifbar. Eine Unterseite kann bei Google auf Position 15 für ein Keyword stehen, praktisch unsichtbar für die meisten menschlichen Sucher, die selten über die erste Ergebnisseite hinausklicken. Wenn genau diese Seite aber eine Frage exakt so beantwortet, wie sie in einer KI-Anfrage gestellt wird, kann sie trotzdem als Quelle in der Antwort zitiert werden, unabhängig von ihrer klassischen Platzierung.

Das verändert auch, wie du Erfolg überhaupt misst. Klicks und Rankings bleiben wichtige Kennzahlen, aber sie erfassen nicht, ob deine Marke in einer KI-Antwort genannt wurde, selbst wenn daraus kein direkter, messbarer Klick entsteht. Genau deshalb entstehen aktuell erste spezialisierte Analytics-Tools nur für diesen einen Zweck, etwa um KI-Zitate systematisch zu verfolgen.

Für dich bedeutet das: Verlass dich nicht ausschließlich auf deine gewohnten SEO-Kennzahlen, um den Erfolg deiner KI-Sichtbarkeit zu beurteilen. Der ehrlichste Test bleibt vorerst der direkte, manuelle Vergleich, den du im letzten Abschnitt dieses Artikels konkret durchführst.

Wer das ignoriert, verschenkt Potenzial an genau die Wettbewerber, die diesen Wandel früh verstanden haben. Der Aufwand dafur ist überschaubar, die mögliche Wirkung aber erheblich, gerade weil die meisten B2B-Websites aktuell noch komplett unvorbereitet sind und auf keinem der drei Faktoren aus dem vorherigen Abschnitt ernsthaft arbeiten.

Keiner der folgenden Schritte ist technisch kompliziert, trotzdem setzt die Mehrheit der B2B-Websites bis heute keinen davon konsequent um. Laut dem AI Visibility Report 2025 erhöhen konkrete Statistiken im Content die KI-Sichtbarkeit um 22 Prozent, Zitate und benannte Quellen sogar um 37 Prozent.

Die Reihenfolge, in der du sie umsetzt, spielt dabei kaum eine Rolle, solange du am Ende alle fünf abdeckst. Wichtiger ist, dass du nicht bei der Theorie stehen bleibst, sondern mindestens einen der folgenden Punkte noch in dieser Woche konkret anfasst. Die meisten deiner Wettbewerber werden genau das nicht tun, und genau darin liegt dein Vorteil.

Strukturierte Daten einbauen: JSON-LD-Schema vom Typ BlogPosting, FAQPage und LocalBusiness auf jeder relevanten Seite einbauen, nicht nur auf der Startseite. Das ist die Sprache, die KI-Systeme direkt verstehen, ohne erst Fließtext interpretieren zu müssen. Bei CB Solutions ist das längst Standard: Jeder veröffentlichte Artikel enthält automatisch BlogPosting- und FAQPage-Schema, inklusive Autor- und Datumsangaben.
FAQ-Sections mit echten Fragen bauen: Genau die Formulierungen verwenden, die ein Mensch auch ChatGPT stellen würde, sichtbar auf der Seite und im Schema identisch hinterlegt. Das erhöht direkt die Chance auf Featured Snippets und KI-Zitate. Diese Seite hier ist selbst ein Beispiel dafur: Jede Frage im Abschnitt weiter unten ist sowohl sichtbar als Text als auch im unsichtbaren Code identisch hinterlegt.

Bewertungen aktiv sammeln: Bitte zufriedene Kunden gezielt um eine Google-Bewertung mit kurzer, konkreter Beschreibung der Zusammenarbeit. KI-Systeme werten Bewertungstext und -anzahl erkennbar als zusätzliches Vertrauenssignal, nicht nur die reine Sternezahl.

llms.txt-Datei und konsistente Firmendaten pflegen: Eine einfache Markdown-Datei im Root deiner Website fasst für KI-Systeme in klarer Sprache zusammen, wer du bist und was du anbietest. Das ist in wenigen Stunden eingerichtet und ein risikofreier zusätzlicher Baustein. Ergänzend lohnt sich eine einheitliche Schreibweise deines Firmennamens und deiner Leistungen über alle Plattformen hinweg, von der eigenen Website bis zum Google Business Profil.
Öffne jetzt ChatGPT oder Perplexity und stell genau die Frage, die dein idealer Kunde stellen würde, zum Beispiel „Wer baut hochwertige Webflow-Websites für B2B-Berater in Deutschland?". Taucht dein Name nicht auf, siehst du sofort, woran es liegt: fehlende strukturierte Daten, keine FAQ-Inhalte zu genau dieser Frage, oder zu wenig konsistente Präsenz in Verzeichnissen und Bewertungsplattformen. Das ist dein konkreter Startpunkt für die nächsten Wochen, keine vage Vermutung mehr.

Wiederhole diesen Test am besten regelmäßig in den kommenden Monaten, mit leicht unterschiedlichen Formulierungen der gleichen Frage. KI-Antworten verändern sich mit jedem Modell-Update, und genau diese Schwankung zeigt dir ehrlich, ob deine Maßnahmen tatsächlich greifen oder ob du an einer bestimmten Stelle nachbessern musst.

Frag dabei auch gezielt nach Alternativen oder Mitbewerbern in deiner Nische. Wenn ein bestimmter Wettbewerber dabei immer wieder auftaucht und du nicht, lohnt sich ein direkter Blick auf dessen Website: Oft findest du dort genau die strukturierten Daten oder FAQ-Inhalte, die bei dir noch fehlen.

Wer in den Antworten von ChatGPT und Perplexity nicht vorkommt, verliert nicht nur ein bisschen Sichtbarkeit.
Er existiert in genau dem Moment der Entscheidung schlicht nicht, egal wie gut seine eigentliche Arbeit ist. Das technische Fundament dafür habe ich im Artikel zu Core Web Vitals beschrieben, die strategische Einordnung im Artikel zu B2B SEO 2026.

Das ist kein Grund zur Panik, sondern eine konkrete Aufgabenliste. Die fünf Schritte aus diesem Artikel lassen sich in wenigen Wochen umsetzen, ganz ohne komplette Website-Neuentwicklung. Wer jetzt beginnt, hat gegenüber Wettbewerbern, die das Thema weiter ignorieren, einen Vorsprung, der sich mit jedem weiteren Monat vergrößert.

Die Unternehmen, die jetzt strukturierte Daten, echte FAQ-Inhalte und konsistente Fakten aufbauen, sind in einem Jahr die einzigen, die die KI überhaupt kennt.
Transparenz & Technik

Häufige Fragen zur Zusammenarbeit

Ersetzt ChatGPT jetzt die klassische Google-Suche komplett?

Nein. Studien zeigen, dass sich beide Systeme ergänzen statt sich zu ersetzen: ChatGPT und Perplexity werden zunehmend für die erste Recherche und Vorauswahl genutzt, Google bleibt für die konkrete Verifizierung und letzte Entscheidung relevant. Für dich bedeutet das, dass du für beide Systeme sichtbar sein musst, nicht nur für eines.

Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?

Klassisches SEO optimiert darauf, in der Liste der Google-Suchergebnisse möglichst weit oben zu stehen. GEO, Generative Engine Optimization, optimiert darauf, dass eine KI wie ChatGPT oder Perplexity deinen Inhalt direkt in ihrer Antwort zitiert. Beide überschneiden sich stark, GEO verlangt zusätzlich strukturierte Daten und klar beantwortete Fragen.

Brauche ich wirklich eine llms.txt-Datei für meine Website?

Eine llms.txt-Datei ist aktuell eine Konvention, kein offizieller Standard, aber ein zunehmend verbreitetes Signal, das KI-Systemen in klarer Sprache zusammenfasst, wer du bist und was du anbietest. Für eine B2B-Website mit überschaubarem Umfang ist sie schnell eingerichtet und ein sinnvoller, risikofreier zusätzlicher Baustein.

Wie schnell merke ich, ob die Maßnahmen wirken?

Du kannst den Effekt sofort testen, indem du ChatGPT oder Perplexity direkt nach deinem Angebot fragst. Echte Veränderungen in den KI-Antworten brauchen aber, ähnlich wie bei klassischem SEO, mehrere Wochen bis Monate, weil Trainingsdaten und Indexe nicht in Echtzeit aktualisiert werden.

Wird meine neue Website für Google und SEO optimiert?

Jede Seite wird in der Entwicklung auf Ladezeiten (Core Web Vitals) und einer sauberen, technischen Onpage-Struktur optimiert. Suchmaschinen können den Code optimal auslesen. Dieses starke technische Fundament ist bei jedem Projekt inklusive. Laufende Content-SEO-Betreuung (wie das monatliche Schreiben von Blogartikeln) ist eine separate Leistung, für die wir ein exzellentes Fundament schaffen.

Sind die Webflow-Seiten DSGVO-konform für den deutschen Markt?

Ja, absolut. Dein neues Webflow-System wird von Beginn an nach strengen deutschen Datenschutzvorgaben aufgebaut. Externe Tools und Skripte werden über Cookie-Banner blockiert und das Hosting erfüllt alle Sicherheitsstandards. Dadurch wird dein rechtliches Risiko deutlich minimiert.

Wer kümmert sich nach dem Launch um die Pflege der Website?

Um dir dauerhaft den Rücken freizuhalten, biete ich eine umfassende technische Betreuung und Hosting an. Ich kümmere mich um Updates, Anpassungen und darum, dass deine Seite jederzeit erreichbar bleibt. So nehme ich dir jegliche technische Arbeit ab. Falls du Änderungen an Texten oder Bildern jedoch lieber selbst einpflegen möchtest, ist das über den benutzerfreundlichen Editor von Webflow jederzeit problemlos möglich.

Wie lange dauert es bis die Website am Ende live ist?

Ein Conversion-Onepager ist in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Wochen live. Eine umfassendere Website benötigt je nach Komplexität ca. 3 Wochen. Diese Umsetzungszeiten sind realistische Richtwerte und hängen maßgeblich vom genauen Projektumfang, der aktuellen Auslastung, sowie deiner Mitarbeit ab. Im Erstgespräch evaluieren wir deinen Case und definieren einen verlässlichen Zeitplan.

Der nächste Schritt
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50+ erfolgreiche Projekte

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