Coverbild des Insights-Artikels über das Optimieren der Core Web Vitals für B2B-Websites
Ein Foto von Constantin Behne, Gründe von CB Solutions und Autor des Artikels
Constantin Behne
Veröffentlicht am 19.10.2026
4 Minuten Lesezeit
Die meisten B2B-Unternehmen schicken Google-Ads-Traffic direkt auf ihre normale Website. Die Seite hat eine Navigation, mehrere Call-to-Actions und versucht gleichzeitig mehrere Zielgruppen anzusprechen. Eine Landingpage hat dagegen genau eine Aufgabe: den Klick aus der Anzeige in eine Anfrage verwandeln.
Der Unterschied ist strukturell, nicht inhaltlich. Eine Landingpage filtert alles heraus, was nicht zu der einen Handlung führt, die du von diesem Besucher willst.
Zeit und Aufmerksamkeit sind bei bezahltem Traffic knapper als bei organischem. Ein Besucher, für dessen Klick du bereits bezahlt hast, verzeiht keine Ablenkung. Das ist mittlerweile gut belegt.
Branchendaten von foundrycro.com zeigen, dass dedizierte Landingpages im Median bei 6,6 Prozent konvertieren, generische Homepages dagegen nur bei 2 bis 3 Prozent, ein Unterschied von 4 bis 5-fach. Bei 10.000 Euro Ad-Budget im Monat bedeutet das: Die Homepage erzeugt rund 200 Anfragen zu je 50 Euro, dieselbe Investition auf einer dedizierten Landingpage erzeugt etwa 660 Anfragen zu je 15 Euro. Gleiches Budget, mehr als dreimal so viele Anfragen.
Der Fehler wiegt im B2B schwerer als im B2C. Ein Klick aus einer B2B-Google-Ads-Kampagne kostet je nach Branche und Keyword-Wettbewerb oft zwischen 20 und 80 Euro. Bei 1.000 bezahlten Klicks im Monat bedeutet eine Verdoppelung der Conversion-Rate nicht ein paar zusätzliche Anfragen, sondern oft den Unterschied zwischen einem ausgelasteten und einem leerlaufenden Vertriebskalender.
Wer trotzdem auf die Homepage verlinkt, verbrennt sein Budget auf eine ähnliche Art wie bei einem technisch schwachen Fundament: Das Geld fließt in Klicks, die nie eine echte Chance hatten zu konvertieren.
Drei strukturelle Unterschiede trennen eine Landingpage, die konvertiert, von einer, die nur hübsch aussieht:
Keine Navigation: Jeder Link, der von der Seite wegführt, ist eine Fluchttür aus deinem Funnel. Eine Landingpage hat keine Hauptnavigation und keine Footer-Links zu anderen Seiten.
Ein einziger CTA: Nicht 'Angebot ansehen' und 'Newsletter abonnieren' und 'Mehr erfahren'. Genau eine Handlung, immer wieder wiederholt. Wer zu viele Wahlmöglichkeiten gibt, lähmt die Entscheidung.
Intent-Matching: Die Landingpage muss exakt das Angebot und die Sprache der Anzeige widerspiegeln. Wer auf 'Kostenloser Website-Check' klickt und auf einer generischen Service-Übersicht landet, springt sofort ab.
Der Effekt ist messbar: Seiten mit 1 bis 2 Links konvertieren bei 13,5 Prozent, Seiten mit mehr als 10 Links nur bei 3,8 Prozent, ein Unterschied von 256 Prozent. Allein das Entfernen der Navigation kann die Conversion-Rate laut SaaS Hero Benchmark-Daten verdoppeln. Das deckt sich mit einem Prinzip, das auch bei zu vielen Angeboten gilt: mehr Auswahl führt zu weniger Entscheidungen, nicht zu mehr.
Ein konkretes Beispiel: Wer in der Anzeige mit 'Kostenlose Website-Analyse in 48 Stunden' wirbt und auf der Landingpage dann mit 'Willkommen bei unserer Agentur' begrüßt, bricht das Versprechen im selben Moment, in dem der Besucher ankommt. Google belohnt diese Konsistenz zwischen Anzeige und Landingpage zudem direkt über den Quality Score, was wiederum deinen Klickpreis senkt.
Above-the-Fold-Klarheit: Der Besucher muss innerhalb der ersten Bildschirmhöhe erkennen, wofür die Seite steht, ohne zu scrollen. Wer erst nach dem dritten Scroll zum eigentlichen Angebot kommt, verliert einen Großteil der ungeduldigen Ads-Besucher schon vorher.
Diese vier Punkte wirken nicht einzeln, sie verstärken sich. Eine Seite ohne Navigation, aber mit drei CTAs, bringt wenig. Eine Seite mit einem CTA, aber ohne Above-the-Fold-Klarheit, genauso wenig. Erst zusammen entsteht der Trichter, durch den ein Besucher ohne Reibung zur Anfrage läuft.
Selbst eine nach allen Regeln gebaute Landingpage ist zunächst nur eine Hypothese, bis echte Besucher sie getestet haben. Unternehmen, die systematisch A/B-Tests auf ihren Landingpages durchführen, erzielen laut Branchendaten im Schnitt eine 49-prozentige Steigerung der Conversion-Rate. Trotzdem testen laut derselben Erhebung nur 17 Prozent der Marketer ihre Landingpages aktiv.
Das muss kein aufwändiges Setup sein. Teste zuerst die Headline, dann den CTA-Text, dann die Formularlänge. Eine Variable pro Test, sonst weißt du am Ende nicht, welche Änderung den Unterschied gemacht hat.
Die folgenden drei Kriterien erklären, warum zwei optisch fast identische Seiten wirtschaftlich völlig unterschiedlich performen können. Das Design mag ähnlich aussehen, die Struktur entscheidet über das Ergebnis.

Navigation

CTA-Fokus

Conversion Rate

Generische Homepage 🚩

Volles Hauptmenü, Dutzende Ausstiegspunkte
3 oder mehr konkurrierende Handlungsaufforderungen
2 bis 3 Prozent im Schnitt

Dedizierte Ads-Landingpage 🏆

Keine Navigation, nur ein Weg nach vorne
Ein einziger, dominanter CTA
6,6 Prozent im Median
Der Unterschied zwischen beiden Zeilen ist selten eine Frage des Budgets. Es ist eine Frage, ob jemand die Landingpage als eigenständiges System behandelt hat oder als verkleinerte Kopie der Homepage.
Du musst nicht deine ganze Website neu bauen. Diese drei Anpassungen an deiner nächsten Ads-Landingpage bringen den größten Hebel:
Navigation vollständig entfernen: Keine Hauptnavigation, keine Footer-Links zu anderen Seiten, kein Logo-Link zur Startseite. Der Besucher soll nur zwei Optionen haben: handeln oder den Tab schließen.
Auf einen einzigen CTA reduzieren: Ein Button, eine Formulierung, überall auf der Seite wiederholt. Kein zweites, drittes oder viertes Angebot daneben.
Formular auf maximal 3 Felder begrenzen: Name, E-Mail und ein Qualifizierungsfeld reichen fast immer. Social Proof direkt daneben platziert baut in der Sekunde Vertrauen auf, in der es am wichtigsten ist.
Auch das ist belegt: Social-Proof-Elemente wie Testimonials, Logos oder konkrete Zahlen direkt neben dem CTA steigern die Conversion laut aktuellen Marketing-Statistiken um 34 bis 340 Prozent, je nach Branche und Platzierung. Dasselbe Prinzip gilt für dein Kontaktformular, das Vertrauen aufbauen oder zerstören kann.
Ladezeit unter 3 Sekunden sicherstellen: Eine Landingpage, die auf dem Smartphone länger zum Laden braucht, verliert einen erheblichen Teil der ungeduldigen Ads-Besucher, bevor überhaupt ein Wort gelesen wurde. Das gilt für eine schlanke Landingpage genauso wie für jede andere Seite.
Der Großteil des Traffics aus Social- und Suchanzeigen kommt heute über das Smartphone, auch im B2B. Ein Formular mit winzigen Eingabefeldern oder ein CTA-Button, der mit dem Daumen knapp verfehlt wird, kostet dich Anfragen, die eigentlich schon entschieden waren. Teste jede neue Landingpage zuerst auf dem eigenen Handy, nicht am Desktop-Monitor.
Öffne deine aktuelle Ads-Landingpage und zähl jedes klickbare Element, das nicht der Haupt-CTA ist: Navigation, Footer-Links, Social-Icons, ein zweiter Button. Jedes davon ist eine Fluchttür aus deinem Funnel. Wenn du mehr als eine findest, hast du deine erste Korrektur für heute.
Zweiter Check: Zähl, wie oft dein Haupt-CTA auf der Seite wiederholt wird. Einmal reicht bei einer kurzen Seite, bei einer längeren Landingpage gehört er an jedes Ende eines überzeugenden Abschnitts. Taucht er gar nicht auf, bis der Besucher ganz unten angekommen ist, hast du die zweite Korrektur für heute gefunden.
Eine Landingpage ist kein kleineres Design-Projekt. Sie ist eine andere Aufgabe als deine Homepage, mit einer einzigen Metrik, an der sie gemessen wird.
Wer Google-Ads-Budget auf die normale Website schickt, bezahlt für Besucher, die eine Seite sehen, die nicht für sie gebaut wurde.
Bau die Landingpage für den einen Klick, den du bezahlt hast. Nicht für alle anderen Besucher gleichzeitig.
Die wirtschaftliche Rechnung ist eindeutig: Dieselbe Investition in Google Ads bringt auf einer dedizierten Landingpage regelmäßig drei- bis fünfmal mehr Anfragen als auf der Homepage. Das ist kein Nice-to-have für später, das ist der Hebel mit dem höchsten Return für jeden Euro, den du bereits in Ads investierst.
Fang nicht mit einem kompletten Relaunch an. Bau eine einzige, fokussierte Landingpage für deine nächste Kampagne, teste sie gegen deine bisherige Zielseite, und lass die Zahlen entscheiden. In den meisten Fällen braucht es diesen einen Vergleich, um den Unterschied sofort zu sehen.
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Häufige Fragen zur Zusammenarbeit

Was ist der Unterschied zwischen einer Landingpage und der normalen Website für Google Ads?

Eine normale Website hat Navigation, mehrere Ziele und spricht mehrere Zielgruppen gleichzeitig an. Eine Landingpage hat genau eine Aufgabe: den Besucher zu genau einer Handlung zu führen, die exakt dem Versprechen der Anzeige entspricht. Beides zu vermischen kostet Conversion.

Warum konvertiert eine dedizierte Landingpage besser als die Homepage?

Weil sie keine Ablenkung zulässt. Dedizierte Landingpages konvertieren im Median bei 6,6 Prozent, generische Homepages bei 2 bis 3 Prozent, ein Unterschied von 4 bis 5-fach. Der Grund ist strukturell: keine Navigation, ein CTA, exaktes Intent-Matching.

Wie viele Formularfelder sollte eine B2B-Ads-Landingpage haben?

Maximal 3. Name, E-Mail und ein Qualifizierungsfeld reichen in den meisten Fällen aus. Formulare mit 3 oder weniger Feldern erzielen laut Branchendaten nahezu die doppelte Opt-in-Rate gegenüber längeren Formularen.

Was kostet eine optimierte Landingpage für Google Ads?

Eine fokussierte Ads-Landingpage ist meist günstiger als eine komplette Website, weil der Umfang bewusst klein gehalten wird. Im kostenlosen Erstgespräch bespreche ich deinen genauen Bedarf und zeige dir, was realistisch ist.

Wird meine neue Website für Google und SEO optimiert?

Jede Seite wird in der Entwicklung auf Ladezeiten (Core Web Vitals) und einer sauberen, technischen Onpage-Struktur optimiert. Suchmaschinen können den Code optimal auslesen. Dieses starke technische Fundament ist bei jedem Projekt inklusive. Laufende Content-SEO-Betreuung (wie das monatliche Schreiben von Blogartikeln) ist eine separate Leistung, für die wir ein exzellentes Fundament schaffen.

Sind die Webflow-Seiten DSGVO-konform für den deutschen Markt?

Ja, absolut. Dein neues Webflow-System wird von Beginn an nach strengen deutschen Datenschutzvorgaben aufgebaut. Externe Tools und Skripte werden über Cookie-Banner blockiert und das Hosting erfüllt alle Sicherheitsstandards. Dadurch wird dein rechtliches Risiko deutlich minimiert.

Wer kümmert sich nach dem Launch um die Pflege der Website?

Um dir dauerhaft den Rücken freizuhalten, biete ich eine umfassende technische Betreuung und Hosting an. Ich kümmere mich um Updates, Anpassungen und darum, dass deine Seite jederzeit erreichbar bleibt. So nehme ich dir jegliche technische Arbeit ab. Falls du Änderungen an Texten oder Bildern jedoch lieber selbst einpflegen möchtest, ist das über den benutzerfreundlichen Editor von Webflow jederzeit problemlos möglich.

Wie lange dauert es bis die Website am Ende live ist?

Ein Conversion-Onepager ist in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Wochen live. Eine umfassendere Website benötigt je nach Komplexität ca. 3 Wochen. Diese Umsetzungszeiten sind realistische Richtwerte und hängen maßgeblich vom genauen Projektumfang, der aktuellen Auslastung, sowie deiner Mitarbeit ab. Im Erstgespräch evaluieren wir deinen Case und definieren einen verlässlichen Zeitplan.

Der nächste Schritt
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